Trump droht Iran mit Härte
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran einen umfassenden Wirtschaftskrieg angedroht. Auch Staaten, die Teheran helfen oder weiter Geschäfte machen, stellte er auf Truth Social enorme Strafmaßnahmen in Aussicht.
Foto: Wikimedia Commons / The White House, Public domain
Die Lage zwischen Donald Trump und dem Iran verschärft sich weiter: Wegen festgefahrener Gespräche mit Teheran hat der US-Präsident einen umfassenden „Wirtschaftskrieg“ angekündigt. Die Drohung veröffentlichte Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Dabei zielte er nicht nur auf den Iran selbst. Trump kündigte auch harte Maßnahmen gegen Länder an, die Teheran nach seiner Darstellung wirtschaftlich unter die Arme greifen oder weiterhin Geschäfte mit dem Land machen. Wer iranischen Stellen, Firmen, Finanzinstituten oder auch Infrastruktur Hilfe ermögliche, müsse laut Trump mit „enormen“ wirtschaftlichen Folgen rechnen.
Diese Bereiche nannte Trump
Konkrete Staaten nannte der US-Präsident nicht. Auch offen blieb, wie die angedrohten Konsequenzen im Detail aussehen sollen. Beispiele für problematische Unterstützung lieferte er aber sehr wohl. Genannt wurden unter anderem:
- Ölschmuggel
- Bargeldtransfers
- Wechselstuben
- Schiffsregister
- Scheinfirmen
Iran reagiert gelassen
In iranischen Medien lösten die Aussagen keine erkennbare Nervosität aus. Die Nachrichtenagentur Fars wertete Trumps Vorstoß als bekannte Linie: Schon mehrfach habe er den baldigen Zusammenbruch des Landes oder besonders massive Schläge angekündigt.
Aus Sicht der iranischen Agentur handelt es sich bei den neuen Aussagen vor allem um psychologischen Druck und Propaganda. Damit stehen nach den stockenden Verhandlungen nun erneut vor allem scharfe Worte im Raum — während weiter unklar ist, welche konkreten Schritte aus Washington tatsächlich folgen könnten.
Quelle: ORF