Tote nach Angriff auf Kiew
Russland hat Kiew erneut massiv angegriffen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden mindestens drei Menschen getötet und 20 verletzt, Polen startete zum Schutz des eigenen Luftraums eine Luftoperation.
Foto: Francisco Anzola / Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut Ziel schwerer russischer Angriffe geworden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden dabei mindestens drei Menschen getötet, weitere 20 verletzt. In mehreren Teilen der Stadt gab es Schäden an Wohnhäusern und anderen Gebäuden.
Klitschko zufolge barsten bei dem Angriff auch Fenster eines Kinderkrankenhauses. Außerdem wurden an verschiedenen Orten Brände gemeldet. Nach seinen Angaben waren infolge der Attacken mehrere Menschen in einem Schutzraum sowie in einem Wohnhaus eingeschlossen. In mehreren Stadtteilen fiel zudem der Strom aus.
Explosionen und Luftalarm
Ein Reuters-Zeuge berichtete von mehr als einem Dutzend Explosionen in Kiew. Teilweise standen demnach Wohn- und Geschäftsgebäude in Flammen. Auch aus dem Bezirk Browary in der Region um die Hauptstadt wurden Opfer gemeldet: Dort sei laut dem zuständigen Gouverneur ein Mann getötet und ein weiterer verletzt worden. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben gab es zunächst nicht.
In der Nacht wurde in einem Großteil der Ukraine Luftalarm ausgelöst. Die ukrainische Luftwaffe warnte vor anfliegenden ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen.
Polen reagiert auf die Lage
Angesichts der Angriffe leitete auch Polen eine vorbeugende militärische Luftoperation ein, um den eigenen Luftraum zu schützen. Das teilte die polnische Armee auf X mit.
- Mindestens 3 Tote in Kiew
- 20 Verletzte laut Bürgermeister Klitschko
- Schäden an Wohnhäusern und einem Kinderkrankenhaus
- Polen startet Luftoperation zum Schutz des Luftraums
Sowohl Russland als auch die Ukraine haben ihre Angriffe in den vergangenen Monaten verstärkt. Laut ukrainischen Streitkräften fehlt es weiterhin an Luftabwehrraketen, um russische Angriffe auf Städte im ganzen Land wirksam abzuwehren.
Quelle: Tagesschau