Himalaya-Flut fordert Hunderte
Nach der Sturzflut in Nepal und China ist die Zahl der Toten auf über 570 gestiegen. Rund 1900 Menschen gelten weiter als vermisst, während Behörden im Grenzgebiet vor einer möglichen zweiten Flutwelle warnen.
Die Bilanz der Flutkatastrophe im Himalaya wird immer dramatischer: In Nepal und China sind nach der Sturzflut inzwischen über 570 Menschen ums Leben gekommen. Dazu kommen rund 1900 Vermisste, unter ihnen viele Touristinnen, Touristen und Pilgerreisende. Mit jedem Update wächst damit das Ausmass der Katastrophe weiter.
Viele Vermisste, Hilfe läuft weiter
Das Schweizer Aussendepartement EDA teilte mit, dass derzeit keine Hinweise auf Schweizer Todesopfer vorliegen. Zu einer Schweizerin besteht allerdings bislang noch kein Kontakt. Gleichzeitig laufen die Rettungs- und Hilfsmassnahmen in der betroffenen Region weiter, während das Rote Kreuz laut Schätzungen von mehr als 93'000 betroffenen Menschen ausgeht.
- Über 570 Tote in Nepal und China
- Rund 1900 Vermisste, darunter Touristen und Pilger
- Mehr als 93'000 Menschen laut Rotem Kreuz betroffen
Warnung vor zweiter Flutwelle
Besonders brisant ist die Lage im Grenzgebiet: Dort hat sich durch Geröll und Schutt an einem Fluss ein See aufgestaut. Behörden befürchten nun eine weitere Katastrophe, falls dieser Damm brechen sollte. Die Sorge vor einer zweiten Flutwelle sorgt zusätzlich für Anspannung in den ohnehin schwer getroffenen Gebieten.
Die Lage bleibt auch wegen erwarteter Regenfälle heikel. Zwischen zerstörter Infrastruktur, unterbrochenen Rettungseinsätzen und der anhaltenden Suche nach Vermissten ist noch immer unklar, wie stark die Region in den kommenden Tagen zusätzlich belastet wird.
Quelle: SRF