Dürre trifft Österreich hart
Ein neuer EU-Bericht sieht Österreich unter den am stärksten von Dürre betroffenen Ländern. Bei der Sommerernte drohen laut Analyse Einbußen von bis zu 20 Prozent unter dem Fünfjahreswert.
Österreich gehört laut einem aktuellen Bericht des EU-Forschungszentrums Joint Research Center (JRC) zu den Regionen, die besonders stark unter der anhaltenden Trockenheit und Hitze leiden. Vor allem die Sommerernte steht unter Druck: In den am schwersten betroffenen Gebieten könnten die Erträge teils um bis zu 20 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre liegen.
Hitze und Wassermangel setzen Feldern zu
Die Analyse aus Brüssel beschreibt, dass hohe Temperaturen zusammen mit zu wenig Niederschlag den Sommerkulturen massiv zusetzen. Besonders kritisch ist das in Phasen wie Blüte und Ertragsbildung. Genannt werden Folgen wie schwächere Fruchtbarkeit, unzureichend entwickelte Körner und ein zu frühes Altern der Pflanzen.
Neben Österreich nennt der Bericht auch Süddeutschland, Teile Italiens und Tschechien als besonders betroffene Räume. Zusätzlichen Druck bringt dort die geringere Verfügbarkeit von Wasser für die Bewässerung, was den Stress für die Pflanzen weiter verschärft.
Probleme begannen schon im Frühjahr
Die schwierige Lage kommt nicht aus dem Nichts. Schon zu Beginn der Saison waren die Bedingungen in mehreren Ländern ungünstig, darunter Österreich, Deutschland, Frankreich und Spanien. Laut Bericht hatten sich bestehende Defizite bei der Bodenfeuchte seit Juli noch einmal verschärft.
- In Ostösterreich wurden wiederholt Hitzewellen registriert.
- Auch Westtschechien sowie die West- und Südslowakei waren betroffen.
- Dort kletterten die Temperaturen teils auf fast 40 Grad.
Die wiederkehrenden Hitzewellen haben nach Einschätzung des JRC die Reifung der Kulturen beschleunigt und damit auch die Ernte vorgezogen. Für Österreich zeichnet der Bericht damit ein klares Bild: Die Kombination aus Trockenheit, Hitze und knapper Bewässerung belastet die Landwirtschaft derzeit besonders stark.
Quelle: ORF