CIA setzt Moskau klare Grenze
CIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei einem Besuch in Moskau laut US-Medien vor Angriffen auf NATO-Staaten gewarnt. Im Fokus standen demnach die baltischen Bündnispartner und Russlands Unterstützung für den Iran.
Foto: Wikimedia Commons / Office of the Director of Intelligence, Public domain
Bei einem seltenen Besuch in der russischen Hauptstadt soll CIA-Direktor John Ratcliffe deutliche Worte gefunden haben. Laut Berichten des „Wall Street Journal“ und von „Politico“ warnte er Moskau davor, einen Angriff auf NATO-Verbündete zu riskieren. Der Besuch fand demnach am Dienstag in Moskau statt.
Warnung mit Blick auf das Baltikum
Über die Gespräche selbst ist bislang nur wenig bekannt. Nach Angaben von „Politico“ richtete sich die Warnung besonders mit Blick auf die östlichen NATO-Staaten im Baltikum an den Kreml. Demnach sollte Russland vor einer weiteren Eskalation abgeschreckt werden.
Neben der NATO-Frage ging es laut den Berichten offenbar noch um ein zweites sensibles Thema: Ratcliffe soll Moskau gedrängt haben, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran zurückzufahren.
Bestätigung aus Moskau – aber ohne Putin-Treffen
Auch aus Russland gab es eine offizielle Reaktion auf die Reise. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte laut russischen Nachrichtenagenturen, dass Ratcliffe für Gespräche zwischen den Geheimdiensten nach Moskau gekommen sei. Zugleich stellte Peskow klar, dass es kein Treffen mit Präsident Wladimir Putin gegeben habe.
- US-Medien berichten über eine Warnung an Russland vor Angriffen auf NATO-Staaten
- Im Mittelpunkt sollen die baltischen Bündnispartner gestanden haben
- Zudem ging es laut den Berichten um Russlands Unterstützung für den Iran
- Der Kreml bestätigte Geheimdienstgespräche, aber kein Treffen mit Putin
Quelle: ORF