Anzeige
Politik

Kim baut Armee-Spitze um

30. August 2026
Kim baut Armee-Spitze um

In Nordkorea hat Machthaber Kim Jong Un Verteidigungsminister No Kwang Chol abgesetzt. Laut Staatsagentur KCNA wurde zugleich die Militärführung umgebaut, neuer Minister ist Kim Song Gi.

Foto: Wikimedia Commons / Alexei Nikolsky, The Presidential Press and Information Offi, CC BY 4.0

In Nordkorea hat Machthaber Kim Jong Un die Spitze des Militärs neu aufgestellt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA wurde Verteidigungsminister No Kwang Chol entlassen. Bei einer von Kim geleiteten Sitzung seien zudem Pläne für eine strukturelle Neuordnung der Militärführung beschlossen worden.

Anzeige

No verliert dabei nicht nur sein Ministeramt. Laut KCNA wurde er auch innerhalb der Arbeiterpartei zurückgestuft und soll nun als Vizedirektor in der Abteilung für Rüstungsindustrie arbeiten. Zum neuen Verteidigungsminister rückt dem Bericht zufolge Kim Song Gi auf, der bisher das Generalpolitbüro der Koreanischen Volksarmee leitete.

Umbau in heikler Lage

Die Personalrochade kommt in einer angespannten außenpolitischen Phase. Nordkorea steht wegen seines Atomwaffenprogramms weiter unter internationalen Sanktionen. Gleichzeitig hat das Land seine Beziehungen zu Russland in den vergangenen Jahren ausgebaut und Südkorea zuletzt als seinen feindlichsten Gegner bezeichnet.

Offiziell befinden sich Nord- und Südkorea noch immer im Kriegszustand, weil der Koreakrieg 1953 nur mit einem Waffenstillstand endete. Vor diesem Hintergrund wird jede Veränderung an der Militärspitze in Pjöngjang besonders genau beobachtet.

Blick auf mögliche Gespräche

Parallel dazu sorgt auch die Diplomatie für Bewegung. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt Südkorea scharf kritisiert, weil sich Seoul nicht am US-Krieg gegen Iran beteiligen wollte. Zugleich betonte Trump seine gute Beziehung zu Kim und stellte ein mögliches Treffen noch in diesem Jahr in Aussicht. Als möglicher Termin gilt ein Zusammenkommen rund um das Apec-Treffen im chinesischen Shenzhen im November. Ob Nordkorea auf diese Annäherung eingeht, bleibt aber offen.

Quelle: spiegel

Mehr aus Politik

Klingbeil drängt auf Kriegsende
Politik30. August 2026

Klingbeil drängt auf Kriegsende

Finanzminister Lars Klingbeil reist zum G20-Treffen in Asheville in die USA. Dort fordert er ein Ende des Iran-Kriegs und warnt vor den weltweiten Folgen für Handel, Energiepreise und Staatsfinanzen.

Island sagt Nein zur EU
Politik30. August 2026

Island sagt Nein zur EU

Island hat sich in einem Referendum knapp gegen neue EU-Beitrittsverhandlungen entschieden. Nach der Auszählung entfielen 52,8 Prozent auf das Nein-Lager, 47,2 Prozent stimmten dafür.

Junta in Niger stoppt Meuterei
Politik30. August 2026

Junta in Niger stoppt Meuterei

In Niger hat die Militärjunta einen Aufstand von Soldaten in der Hauptstadt Niamey nach wenigen Stunden beendet. Laut Angaben aus Sicherheitskreisen half dabei auch das russische Africa Corps mit Luft- und Bodenunterstützung.

37 Tote nach Attacke bei Kiew
Politik30. August 2026

37 Tote nach Attacke bei Kiew

Nach einem russischen Angriff nahe Kiew mit 37 Toten räumt die Ukraine mögliche eigene Fehler ein. Präsident Selenskyj spricht von Fahrlässigkeit, weil offenbar Munition zu nah an Wohnhäusern gelagert wurde.

Hagel-Chaos am Bodensee
Politik29. August 2026

Hagel-Chaos am Bodensee

Heftige Unwetter haben rund um den Bodensee massive Schäden angerichtet. In Singen wurden laut Feuerwehr etwa 190 Häuser beschädigt, in der Schweiz verletzte Hagel im Kanton Zürich rund 40 Menschen.

Himalaya-Flut fordert Hunderte
Politik29. August 2026

Himalaya-Flut fordert Hunderte

Nach der Sturzflut im Himalaya-Grenzgebiet von Nepal und China sind mehr als 670 Menschen ums Leben gekommen. Rund 3000 weitere werden vermisst, während Rettungskräfte vor einer möglichen zweiten Flutwelle warnen.

Anzeige