Himalaya-Flut fordert Hunderte
Nach der Sturzflut im Himalaya-Grenzgebiet von Nepal und China sind mehr als 670 Menschen ums Leben gekommen. Rund 3000 weitere werden vermisst, während Rettungskräfte vor einer möglichen zweiten Flutwelle warnen.
Die verheerende Sturzflut im Himalaya hat die Zahl der Opfer weiter steigen lassen: In Nepal und China wurden inzwischen mehr als 670 Tote registriert. Gleichzeitig gelten noch rund 3000 Menschen als vermisst. Unter ihnen sind laut den Behörden auch viele Touristen und Pilgerreisende.
Die Suche nach Überlebenden läuft weiter. Aus Nepal wurde zudem bekannt, dass bereits mehr als 187 ausländische Staatsangehörige gerettet werden konnten. Unterstützung kommt auch aus der Region: Indien und China helfen bei der Suche nach den Flutopfern, während China zusätzlich Tunnelexperten per Helikopter nach Nepal geschickt hat.
Warnung vor neuer Flutgefahr
Besonders angespannt bleibt die Lage im Grenzgebiet. Dort hat sich durch Geröll und Schutt an einem Fluss ein See gebildet. Die Behörden befürchten eine zweite Flutwelle, falls dieser natürliche Damm nachgibt. Zwar soll das Risiko zuletzt etwas gesunken sein, Entwarnung gibt es aber nicht.
- Über 670 Todesopfer in Nepal und China
- Rund 3000 Vermisste
- Zahlreiche Touristen und Pilger unter den Vermissten
- Helfer warnen weiter vor einer möglichen zweiten Flut
Schweizer Behörden beobachten die Lage
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten teilte mit, dass derzeit keine gesicherten Hinweise auf Schweizer Todesopfer vorliegen. Zu einer Schweizerin besteht jedoch bislang noch kein Kontakt. Zudem steht laut Polizei in Nepal inzwischen auch ein Schweizer Paar auf der Vermisstenliste.
Angesichts der Katastrophe wurde auch zu Spenden für die betroffene Zivilbevölkerung aufgerufen. Viele Haushalte in der Region sind auf Unterstützung angewiesen, während die Rettungsarbeiten unter schwierigen Bedingungen weitergehen.
Quelle: SRF