Höiby darf zur Trauerfeier
Trotz Untersuchungshaft mit Fußfessel darf Marius Borg Höiby am Begräbnis von König Harald V. teilnehmen. Die norwegische Polizei bestätigte, dass ein entsprechender Antrag des 29-Jährigen genehmigt wurde.
Foto: Harry Johansen / Sámediggi Sametinget / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Marius Borg Höiby darf trotz Untersuchungshaft am Begräbnis von König Harald V. teilnehmen. Wie norwegische Medien berichteten und die Polizei auf Anfrage der dpa bestätigte, wurde ein entsprechender Antrag des 29-Jährigen von der Anklage genehmigt.
Höiby ist der älteste Sohn der neuen norwegischen Königin Mette-Marit. Er sitzt derzeit mit Fußfessel im Hausarrest auf Schloss Skaugum, der Residenz des norwegischen Königspaares. Im Juni war er unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nicht rechtskräftig zu vier Jahren Haft verurteilt worden.
Teilnahme schon bei Prozession
Die Erlaubnis betrifft nicht nur das Begräbnis selbst: Höiby durfte bereits an der feierlichen Prozession am heutigen Nachmittag teilnehmen. Dabei wurde der Sarg von Harald V. in die Kapelle des Schlosses getragen. Auch in den Tagen davor war ihm ein persönlicher Abschied möglich.
Schon vergangene Woche erhielt er die Genehmigung, den König im Krankenhaus zu besuchen. Dort konnte er sich von Harald V. verabschieden. Höiby gehört zwar zur Königsfamilie, ist jedoch nicht offiziell Teil des Königshauses.
Die wichtigsten Punkte
- Harald V. starb am Freitag im Alter von 89 Jahren.
- Marius Borg Höiby durfte ihn zuvor im Krankenhaus besuchen.
- Die Trauerfeier und die Beisetzung sind für den 9. September angesetzt.
Dass Höiby nun trotz seiner aktuellen rechtlichen Lage bei den Abschiedszeremonien dabei sein darf, sorgt in Norwegen für zusätzliche Aufmerksamkeit rund um die Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen König.
Quelle: ORF






