Harrys Millionen-Klatsche
Prinz Harry, Elton John und fünf weitere Kläger müssen nach ihrer Niederlage gegen die Daily Mail zunächst 9,5 Millionen Pfund Prozesskosten zahlen. Die erste Rate ist laut Gerichtsentscheidung bis zum 28. August fällig.
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Prinz Harry, Elton John und fünf weitere prominente Kläger stehen nach ihrer Niederlage vor Gericht vor einer teuren Rechnung: Sie sollen in einem ersten Schritt 9,5 Millionen Pfund an die Gegenseite zahlen, umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro. Die Summe muss bis zum 28. August beglichen werden und liegt nach Berichten am oberen Ende der Erwartungen.
Klage gegen Daily Mail gescheitert
Die Gruppe hatte den Verlag Associated Newspapers, zu dem die Daily Mail gehört, wegen möglicher Eingriffe in die Privatsphäre verklagt. Im Kern ging es um den Vorwurf, Informationen seien mit unrechtmäßigen Methoden beschafft worden, darunter auch mutmaßliches Handy-Hacking. Der Londoner High Court wies die Klage jedoch bereits im Juli ab, weil aus Sicht des Gerichts die nötigen Belege fehlten. Richter Nicklin hielt es damals für möglich, dass die Berichterstattung auf legalen Quellen beruhte.
Für die Kläger bleibt es wohl nicht bei dieser ersten Zahlung. Associated Newspapers spricht von einem klaren Erfolg und beziffert die eigenen gesamten Anwalts- und Gerichtskosten auf rund 34 Millionen Pfund, also etwa 40 Millionen Euro. Ein Teil der Summe könnte allerdings abgesichert sein: Medienberichten zufolge sollen die prominenten Kläger für ungefähr die Hälfte der gesamten Prozesskosten versichert sein.
Harrys dritter Boulevard-Prozess
Betroffen sind neben Harry und Elton John auch David Furnish, Sadie Frost, Liz Hurley, Simon Hughes und Doreen Lawrence. Für Harry war es die dritte und letzte Klage in einer Reihe von Verfahren gegen britische Boulevardverlage. Dabei warf er Medienhäusern vor, mit rechtswidrigen Methoden wie Telefonüberwachung oder dem Einsatz von Privatdetektiven in sein Privatleben eingedrungen zu sein.
- 2023 wurden die Herausgeber des Daily Mirror wegen systematischer Telefonabhörungen verurteilt.
- 2025 kam es im Streit mit dem Sun-Verlag zu einem Vergleich inklusive Entschuldigung und finanzieller Entschädigung.
- Im aktuellen Fall gegen die Daily Mail scheiterte die Klage nun mangels Beweisen.
Der Ausgang dieser Verfahren fällt damit sehr unterschiedlich aus. Während Harry in anderen Fällen Erfolge erzielen konnte, endet der Prozess gegen die Daily Mail nun mit einer besonders kostspieligen Niederlage.
Quelle: Tagesschau