Tim Curry mit 80 gestorben
Der britische Schauspieler und Sänger Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Weltberühmt wurde er als Dr. Frank N. Furter in der „Rocky Horror Picture Show“, zuletzt arbeitete er trotz schwerer gesundheitlicher Probleme weiter als Sprecher.
Foto: Wikimedia Commons / Kevin Paul, CC BY 4.0
Die britische Schauspiel- und Musikikone Tim Curry ist tot. Mehrere Medien berichteten am Mittwoch übereinstimmend unter Berufung auf seine Managerin, dass der Star im Alter von 80 Jahren gestorben ist. Laut TMZ wurden in der Nacht auf Mittwoch Einsatzkräfte zu Currys Haus gerufen; Fremdverschulden sei nach Polizeiangaben ausgeschlossen worden.
Weltstar durch „Rocky Horror“
Curry wurde vor allem als Dr. Frank N. Furter zur Legende. Die Figur aus der „Rocky Horror Show“ machte ihn erst auf der Bühne und später in der Verfilmung „Rocky Horror Picture Show“ weltweit bekannt. Das Musical galt im konservativen Großbritannien der 1970er Jahre als gewagt – und entwickelte sich trotzdem zum Kultphänomen.
Geboren wurde Curry 1946 als Timothy James Curry in Cheshire. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er wegen der Militärkarriere seines Vaters in Hongkong. Später studierte er Schauspiel an der Universität Birmingham, spielte zunächst bei der Royal Shakespeare Company und übernahm kleinere Fernsehrollen. Schon früh fiel er mit provokanten Auftritten auf, bevor ihn Richard O’Brien für die „Rocky Horror Show“ holte.
Arbeitete trotz Schlaganfall weiter
Seit einem Schlaganfall im Jahr 2012 war Curry teilweise gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Dennoch blieb er kreativ aktiv. Als die „Rocky Horror Picture Show“ 2016 fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, war er als Erzähler dabei. Auch auf Conventions und Festivals trat er weiterhin auf und erzählte aus seinem bewegten Leben.
- Autobiografie: „Vagabond“
- Als Hörbuch von Curry selbst eingesprochen
- Frühere Pop-Alben: „Read My Lips“, „Fearless“, „Simplicity“
Neben Bühne und Film versuchte sich Curry auch als Sänger. Seine Platten wurden zwar keine großen Verkaufserfolge, doch die Single „I Do The Rock“ schaffte es in die US-Charts. Mit seinem Tod verliert die Unterhaltungswelt einen Künstler, der über Jahrzehnte mit Mut, Exzentrik und unverwechselbarer Präsenz in Erinnerung blieb.
Quelle: ORF