Sombr rockt jetzt ganz oben
Der US-Musiker Sombr stand beim Open Air Gampel auf der Hauptbühne und zeigt, wie rasant sein Aufstieg verlief. Vom Job im New Yorker Glace-Laden ging es für den 21-Jährigen bis zur Grammy-Nominierung und zu Festival-Spots auf beiden Seiten des Atlantiks.
Foto: Wikimedia Commons / Drew de F Fawkes, CC BY 2.0
Sombr gehört derzeit zu den auffälligsten jungen Namen im Pop. Beim Open Air Gampel stand der 21-jährige US-Musiker nun weit oben im Line-up – nur gut ein Jahr nach seinem Durchbruch mit den viralen Songs „Back to Friends“ und „Undressed“. Hinter dem Künstlernamen steckt Shane Boose, der im Gespräch backstage selbst andeutete, wie rasant und wild sich seine Karriere entwickelt hat.
Besonders herausragend war für ihn zuletzt die Nominierung bei den Grammys in der Kategorie Best New Artist im Februar. Dazu kam ein sehr persönlicher Moment: Er konnte seine Mutter zur Verleihung mitnehmen, was ihm nach eigenen Worten viel bedeutete. Inzwischen ist Sombr nicht nur auf europäischen Festivals präsent, sondern auch auf nordamerikanischen. Später in diesem Jahr stehen für ihn sogar zwei Konzerte im Madison Square Garden in New York an.
Vom Nebenjob zum ersten Internethit
Der Start war deutlich bodenständiger, als manche Debatten um seine Herkunft vermuten lassen. Zwar wurde Sombr wegen der Verbindungen seiner Eltern zur Unterhaltungsbranche als Nepo-Baby bezeichnet, doch zunächst jobbte er als Teenager in einem Glace-Laden in New York. Mit dem verdienten Geld kaufte er sich einen Laptop – und genau damit nahm er 2022 seinen ersten Internethit „Caroline“ auf.
- Job im Glace-Laden als Teenager in New York
- Laptop vom selbst verdienten Geld gekauft
- 2022 erster Online-Hit mit „Caroline“
- später Durchbruch mit „Back to Friends“ und „Undressed“
Glam-Rock-Look, Pop-Sound
In Gampel zeigte sich Sombr dann als energiegeladener Live-Performer mit klarer Bildsprache: Smokey Eyes, Netz-Top, enge Lederhosen – optisch ganz 70s-Glam-Rock. Musikalisch bleibt er jedoch bei seinen zarten, alternative-geprägten Popsongs über Liebe und Herzschmerz. Gerade dieser Kontrast machte seinen Auftritt auf der Red Stage auffällig.
Auch das Bühnenbild verwies deutlich auf seine Heimatstadt New York: rauchende Schornsteine, Ampeln und ein Orchard-Street-Schild prägten die Szenerie. Vor der Hauptbühne versammelte der Sänger damit in Gampel ein großes Publikum – und unterstrich, dass sein Hype längst nicht mehr nur online stattfindet.
Quelle: SRF