Liebe geht über Playlists
Eine Studie der Universität Innsbruck zeigt: Paare ähneln sich beim Musikgeschmack stärker als bei Persönlichkeit oder Werten. Für viele wird die Playlist damit zum echten Faktor bei der Partnerwahl.
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Wer sich verliebt, teilt oft mehr als nur den Alltag — offenbar auch die Playlist. Eine Studie der Universität Innsbruck kommt zu dem Ergebnis, dass sich Paare beim Musikgeschmack stärker ähneln als bei Persönlichkeit oder Wertvorstellungen. Damit rückt ausgerechnet das Hören von Songs als Bindeglied in Beziehungen in den Vordergrund.
Die Erkenntnis passt zu einem Eindruck, den viele aus dem echten Leben kennen: Musik ist längst mehr als bloße Unterhaltung. Vorlieben für bestimmte Sounds gelten als Ausdruck der eigenen Identität. Genau deshalb spielt dieses Thema bei der Partnersuche offenbar eine größere Rolle, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Gegensätze mögen sich in manchen Bereichen anziehen — beim Sound klappt das laut der Untersuchung eher nicht.
Musik als Filter bei der Partnersuche
Die Studie legt nahe, dass Musikvorlieben sogar praktischen Einfluss darauf haben, wer überhaupt zusammenfindet. Denn der Geschmack kann schon früh darüber entscheiden, ob jemand als passend wahrgenommen wird oder nicht. Nicht nur im direkten Kennenlernen, auch digitale und soziale Räume greifen das auf.
- Clubs sortieren über Musikstil bereits ihr Publikum vor.
- Datingseiten nutzen Musikgeschmack zur Einordnung von potenziellen Matches.
- Für manche Singles kann ein bestimmter Sound sogar ein Ausschlusskriterium sein.
Wie eng Liebe und Musik tatsächlich verbunden sind, zeigt auch ein weiterer Befund: Rund 60 Prozent der Paare haben einen gemeinsamen Song. Das unterstreicht, wie stark Musik Beziehungen prägen kann — als Erinnerung, als gemeinsames Ritual oder schlicht als emotionaler Nenner im Alltag.
Mehr als nur gemeinsames Hören
Unterm Strich deutet die Untersuchung darauf hin, dass dieselben Lieblingssongs mehr über eine Beziehung aussagen können als viele klassische Merkmale. Wer musikalisch auf einer Wellenlänge liegt, findet womöglich leichter zueinander — und bleibt emotional näher verbunden. Die große Liebe beginnt also vielleicht nicht nur mit Blickkontakt, sondern manchmal auch mit dem gleichen Refrain.
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