De Niro und Scott im Vater-Stress
Robert De Niro und Adam Scott spielen im Netflix-Thriller „Der Kinderflüsterer“ Vater und Sohn. Beide sagen, dass die Geschichte um ein verschwundenes Kind auch ihre eigenen Ängste als Väter berührt hat.
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Ein verschwundenes Kind, ein zerrüttetes Vater-Sohn-Verhältnis und ein alter Serienfall: Mit „Der Kinderflüsterer“ bringt Netflix ab 28. August einen Psychothriller an den Start, der nicht nur auf der Leinwand unter die Haut geht. Denn für Adam Scott und Robert De Niro war der Stoff auch persönlich nah dran.
Scott spielt den verwitweten Krimiautor Tom Kennedy, dessen achtjähriger Sohn Jake plötzlich verschwindet. Ausgerechnet in dieser Ausnahmesituation muss er mit seinem entfremdeten Vater Pete zusammenarbeiten, gespielt von De Niro. Pete war früher Polizeidetektiv und hatte einst den berüchtigten Täter gefasst, der als „Der Kinderflüsterer“ bekannt wurde. Als neue Entführungen auffällige Ähnlichkeiten mit den alten Fällen zeigen, beginnt für Vater und Sohn eine belastende Suche nach der Wahrheit.
Rolle traf Scott als Vater direkt
Im Gespräch über den Film machte Scott deutlich, wie sehr ihn das Thema auch jenseits der Schauspielerei beschäftigt hat. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, schaute er laut eigener Aussage Dokumentationen und sogar unbearbeitetes Material von Menschen in vergleichbaren Extremsituationen. Besonders erschütternd sei für ihn die Vorstellung gewesen, dass sich für Eltern mit einem einzigen Moment das komplette Leben verändert.
Der 47-Jährige zog dabei auch eine Verbindung zu seinem eigenen Familienleben. Seine Kinder sind inzwischen 18 und 20 Jahre alt und werden zunehmend selbstständig. Gerade das habe bei ihm Fragen ausgelöst, die auch im Film mitschwingen:
- Hat er als Vater die richtigen Entscheidungen getroffen?
- War genug Zeit für die Kinder da?
- Hat er ihnen das mitgegeben, was wirklich zählt?
Auch De Niro fühlte die Geschichte nah
Auch Robert De Niro, selbst Vater von sieben Kindern und außerdem Großvater, konnte den Stoff nicht rein technisch spielen. Für ihn habe die eigene Lebenserfahrung geholfen, die Szenen greifbarer zu machen. Gerade weil er im Film nicht den suchenden Vater, sondern dessen entfremdeten Vater verkörpert, bekam die Familiengeschichte eine zusätzliche emotionale Ebene. Genau das dürfte „Der Kinderflüsterer“ zu mehr machen als nur einem klassischen Krimithriller: Im Zentrum steht nicht nur ein Verbrechen, sondern die Frage, was Eltern und Kinder einander wirklich mitgeben.
Quelle: gala_de