Blutmond lockt am Freitag
Am Freitagmorgen gibt es über der Schweiz eine partielle Mondfinsternis. Ab 4:34 Uhr wandert der Erdschatten über den Vollmond, beim Maximum um 6:12 Uhr sind 94 Prozent der Mondscheibe bedeckt.
Frühaufsteher bekommen am Freitag, 28. August 2026 ein besonderes Himmelsspektakel zu sehen: eine partielle Mondfinsternis. Dabei stehen Sonne, Erde und Mond fast auf einer Linie – diesmal schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond. Der Schatten unseres Planeten beginnt den Vollmond am Morgen ab 4:34 Uhr zu verdecken.
Seinen Höhepunkt erreicht das Ereignis gegen 6:12 Uhr. Dann liegen laut SRF rund 94 Prozent der Mondscheibe im Kernschatten der Erde, nur ein schmaler Rand bleibt noch hell. Danach zieht sich der Schatten wieder zurück. Auch wenn es keine totale Mondfinsternis ist, dürfte der Anblick spektakulär ausfallen.
Rötlicher Mond trotz nur teilweiser Finsternis
Nach Einschätzung von Beat Meier von der Sternwarte Rümlang kann sich der Mond trotzdem ähnlich färben wie bei einer totalen Mondfinsternis. Möglich sind demnach Töne von bräunlich bis kupferrot. Ursache ist die Erdatmosphäre: Sie streut und bricht das Sonnenlicht so, dass vor allem die roten Anteile auf den Mond treffen.
Wie intensiv diese Verfärbung am Ende ausfällt, lässt sich aber nicht exakt vorhersagen. Laut Meier spielen dabei mehrere Faktoren eine Rolle, darunter auch Partikel wie Vulkanasche in der Atmosphäre sowie die allgemeine Wettersituation weltweit.
So sind die Chancen am Morgen
Der Blick nach oben könnte sich am Freitag besonders vor dem Maximum lohnen. Kurz danach geht die Sonne auf und macht dem dann schon tief stehenden Mond zunehmend Konkurrenz. Die Wetterprognosen sehen den Morgen zwar nicht wolkenlos, aber auch nicht komplett dicht bewölkt – eine Auflockerung zum richtigen Zeitpunkt ist also drin.
- Bester Blick: freier Horizont Richtung West-Südwest
- Einige Sternwarten in der Schweiz wollen früh öffnen – abhängig von Wetter und Vorab-Auskunft
- Praktisch: Für dieses Himmelsschauspiel ist keine Spezialbrille nötig
Quelle: SRF