Werder holt Schach-Wunderkind
Der SV Werder Bremen hat in der Schach-Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt: Der erst 12-jährige Großmeister Faustino Oro aus Argentinien spielt bis Juni 2027 für den Klub. Das als „Messi des Schachs“ bekannte Talent soll an mehr als der Hälfte der 15 Spieltage eingesetzt werden.
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SV Werder hat sich in der Schach-Bundesliga einen spektakulären Transfer gesichert: Faustino Oro, erst 12 Jahre alt und als „Messi des Schachs“ bekannt, läuft künftig für die Bremer auf. Der Argentinier gilt als eines der größten Talente weltweit und ist seit Mai der zweitjüngste Großmeister der Schachgeschichte.
Der Vertrag des Wunderkinds läuft zunächst bis zum 30. Juni 2027. Geplant ist dabei ausdrücklich mehr als nur ein Prestige-Auftritt: Oro soll an mehr als der Hälfte der 15 Spieltage für Werder am Brett sitzen. Bezahlt wird er laut Quelle pro Einsatz. Wegen des Bundesliga-Modus dürfte er allerdings nur einmal in Bremen selbst spielen – vorgesehen ist dafür ein Termin im Februar.
Monatelange Verhandlungen
Ein Selbstläufer war der Deal nicht. Nach Angaben aus dem Vereinsumfeld zogen sich die Gespräche über mehrere Monate hin. Verhandelt wurde intensiv mit der Familie des jungen Spielers, vor allem mit seinem Vater. Dabei halfen Videokonferenzen und ein reger Austausch per Mail, bis schließlich alles unterschrieben war.
Überzeugt wurde die Familie laut Bericht vor allem von drei Punkten:
- dem hohen Niveau der Schach-Bundesliga,
- der Aussicht auf ein vorderes Brett,
- und der Bekanntheit von Werder durch den Fußball.
Talent aus Argentinien jetzt in Europa
Die Familie Oro war für die Karriere des Jungen bereits von Südamerika nach Europa gezogen, weil dort die stärkeren Ligen und wichtigeren Turniere warten. Zuletzt lebte sie in Saragossa, nun steht der Umzug nach Barcelona an. Dass ausgerechnet Werder bei diesem Werben den Zuschlag bekam, wird in der Schachszene offenbar als starkes Signal gesehen – laut Verein kamen bereits zahlreiche Glückwünsche von anderen Klubs.
Für Bremen ist der Transfer damit weit mehr als ein schöner Name auf dem Papier. Werder bekommt einen jungen Großmeister, der regelmäßig eingesetzt werden soll – und die Liga gleich mit aufwertet.
Quelle: weserkurier