UEFA stoppt WM-Boykott
Die UEFA rückt offenbar von einem Boykott der FIFA-WM 2030 ab. Auslöser ist laut Berichten eine Zusage der FIFA, vergleichbare Investorenpläne nicht weiter voranzutreiben.
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Die Drohung eines europäischen Boykotts der WM 2030 scheint vorerst vom Tisch zu sein. Nach monatelangem Streit um umstrittene Investorenpläne der FIFA deutet vieles darauf hin, dass sich UEFA und Weltverband zunächst wieder angenähert haben. Auslöser ist ein FIFA-Statement, das in der Fußballpolitik für Aufmerksamkeit sorgt.
FIFA macht der UEFA offenbar Zugeständnisse
Hintergrund ist der Konflikt um neue Vermarktungs- und Investorenmodelle, gegen die sich die UEFA zuletzt massiv gestellt hatte. Zwischenzeitlich stand sogar im Raum, dass europäische Verbände bei der WM 2030 und weiteren FIFA-Wettbewerben nicht antreten könnten. Nun soll die FIFA zugesagt haben, keine ähnlichen Vorhaben mehr auf die Tagesordnung zu setzen. Genau diese Garantie hatte die UEFA dem Vernehmen nach eingefordert.
Der Bericht des „Guardian“ spricht von konkreten Zusicherungen an die Europäer. Öffentlich wollte sich die UEFA dazu allerdings nicht äußern. Trotzdem spricht derzeit viel dafür, dass die Boykott-Idee vorerst nicht weiterverfolgt wird.
Ganz beendet ist der Machtkampf nicht
Entspannt ist die Lage damit aber noch nicht. In Europa bleibt Gianni Infantino umstritten, und sein Kurs dürfte weiter genau beobachtet werden. Schon am Donnerstag kommen in Monaco die 55 nationalen Verbandschefs der UEFA zusammen – darunter auch die deutsche Spitze mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf sowie das Exekutivkomitee um Hans-Joachim Watzke.
- Betroffen gewesen wäre nicht nur die WM 2030
- Auch das U20-Turnier der Frauen Anfang September stand im Fokus
- Polen als Gastgeber meldete bislang keinen Rückzug eines Teams
Mit Blick auf die nächsten Monate bleibt die Lage also heikel. Im März 2027 stellt sich Infantino zur Wiederwahl, weitere Kandidaten gibt es laut Ausgangslage nicht. Ein Boykott ist aktuell zwar kein Thema mehr – sollte die FIFA aber erneut ähnliche Investoren-Deals verfolgen, könnte der Konflikt schnell wieder aufflammen.
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